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Veranstaltungsort Waschhaus: Diskussion mit Henning Scherf vor vollen Stuhlreihen. |  | Auch für Jazz-Konzerte ist das urige Waschhaus stimmungsvolle Kulisse. |
Neues Leben im alten Waschhaus: Museum und Veranstaltungsort
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Wer wissen will, wie zu Großmutters Zeiten gewaschen wurde, kann wieder ab Februar an jedem ersten Sonntag im Monat von 11 bis 13 Uhr das Museum Waschhaus im Weegerhof besichtigen.
Von 1928 bis 2005 war das Waschhaus Weegerhof in Betrieb. Früher wuschen bis zu 650 Familien aus der Siedlung dort. Das wohl einzige Waschhaus Deutschlands mit erhaltener Originalausstattung sah vor der Eröffnung im November 2007 bereits aus wie ein Museum. Die antiken Waschmaschinen und mächtigen Mangeln wurden durch Ausstellungsstücke des Industriemuseums und aus Privatbeständen ergänzt.
Das Museum erzählt die Geschichte nicht nur von Maschinen, sondern auch von Menschen: von Hausfrauen, deren Waschwoche sich dank damals fortschrittlicher Technik auf drei Stunden reduzierte.
Neben altem Gerät wartet das Museum mit moderner Ausstellungstechnik auf. Über Kopfhörer sind Originaltöne von Bewohnerin und Waschmeister zu hören. Dazu gibt es bebilderte Info-Tafeln und einen Film vom letzten Waschtag.
Neben dem Spar- und Bauverein Solingen unterstützt der Förderverein Industriemuseum e.V. das Museum. Eine Museumspädagogin bietet Gruppenführungen – auch für Schulklassen – an. Ehrenamtliche „Museumswächter” aus dem Waschhaus-Freundeskreis betreuen das Museum während der Öffnungszeiten. Meist sind es Weegerhofer, die oft früher selbst noch im Waschhaus gewaschen haben.
Das Museum „Loos´n Maschinn” in Widdert und das Weegerhofer Waschhaus sollen sich als Anlaufpunkte der Solinger Museumslandschaft ergänzen.
Seit seiner Eröffnung entwickelt sich das Museum Waschhaus zum Multi-Veranstaltungsort. Kacheln und Waschbottiche schaffen eine einzigartige Atmosphäre: Für Tagungen und Lesungen, Ausstellungen, Konzerte und Nachbarschaftsfeste.
Im Juni brachte Henning Scherf Leben und Ideen ins vollbesetzte Waschhaus. Mit einer lebhaften Diskussion zu neuen Lebens- und Wohnformen im Alter eröffnete der ehemalige Bremer Bürgermeister die Fotoausstellung „Stille Heldinnen – Afrikas Großmütter im Kampf gegen AIDS”.
In diesem Jahr war der Solinger Spar- und Bauverein Gastgeber der jährlichen Tagung des Marketing-Arbeitskreises im VdW (Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft). Das einzigartige Museum wurde zur Tagungsstätte. Die Teilnehmer waren begeistert vom Waschhaus als Kommunikationstreffpunkt.
Für Literatur und Kultur ist das Waschhaus ebenso passend wie für gemütliches Beisammensein. So fanden in den letzten Wochen statt: Lesungen, eine Bilder- und Fotoausstellung mit Werken von Weegerhofer Künstlern und zuletzt die beliebte Nikolausfeier für große und kleine Weegerhof-Bewohner.
Information
Museum Waschhaus, 42657 Solingen-Höhscheid, SBV-Siedlung Weegerhof
Anfahrt über Neuenhofer Straße, Buslinie 682. Erreichbar vom Rondell Hermann-Meyer-Straße zwischen den Häusern 30/28 und 26 oder über Ernst-Moritz-Arndt-Weg.
Eintritt frei. Im Dezember 2011 und im Januar 2012 bleibt das Museum geschlossen.
Ab Februar 2012 ist es wieder an jedem 1. Sonntag von 11 bis 13 Uhr geöffnet.
Terminabsprachen Gruppenführungen/Freundeskreis Waschhaus
Petra Klinkner, Tel. 0212/81 52 01
Eine sehr persönliche Sicht der Waschhaus-Eröffnung gibt es in Hans-Georg Wenkes Solingen-Blog „Totterblotschen”
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Zur Freude der kleinen Weegerhofer kommt alljährlich der Nikolaus ins Waschhaus.
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Waschen wie zu Großmutters Zeiten.
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Auch für Kinder interessant: Waschen vor Erfindung der Mega-Pearls. |
Gedankenaustausch neben Wäschewaage: Tagung des Wohnungswirtschafts-Arbeitskreises.
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Henning Scherf (lks. mit Ulrich Bimberg vom SBV) brachte Leben und Ideen ins Waschhaus.
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